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Wirtschaftsminister Huber zu Besuch

2007-08-12

Minister Huber

Artikel zum Besuch des bayrischen Wirtschaftsministers Erwin Huber bei der Firma Federnfabrik Dietz GmbH - erschienen im Coburger Tageblatt vom 10.08.2007

 

Ja, wo ist denn hier die Krise?

 

Arbeitsmarkt - Bei der Firma Dietz durfte Erwin Huber erleben, dass es auch Firmen gibt, bei denen es „brummt". Doch inzwischen fehlen in der Region die ausgebildeten Fachkräfte.

 

Von Berthold Köhler

 

Neustadt bei Coburg – Da sitzt der Wirtschaftsminister nun und wundert sich. Hatte er sich doch in der Vorbereitung seines Besuches auf eine Region in der Krise eingestellt – darbend, mit Unternehmern, die um die nackte Existenz kämpfen. Und nun lauscht Erwin Huber einem gut gelaunten Matthias Dietz, der von zweistelligen Umsatzsteigerungen, Millioneninvestitionen und einer Ausbildungsquote von 17% spricht. Huber: „Hier werden meine Bedenken absolut widerlegt."

Doch auch Matthias Dietz hat trotz schier erschlagender Auftragslage so seine Probleme, die er dem Wirtschaftsminister vorträgt. Ganz oben auf der Liste steht da der Fachkräftemangel in der Region. Immer mehr Menschen zieht es aus Neustadt – und sei es „nur" nach Coburg – weg, so dass immer weniger gut ausgebildete Schul-Absolventen für die ortsansässigen Betriebe übrig bleiben. „Viele Bewerbungen", erzählt der seit dem Jahr 2003 amtierende Dietz-Chef, „bekommen wir. Aber da ist wenig Qualität darunter."

Immerhin: Die erst vor einigen Jahren eingeführten M-Klassen in den Hauptschulen sorgen für etwas Entspannung bei der Lehrlingssuche. Er neige inzwischen sogar dazu, M-Klässler den Realschülern vorzuziehen, berichtet Dietz seinen Gästen. Jürgen Petrautzki, Zweiter Bürgermeister der Stadt Neustadt und Lehrer an der Realschule, hört dies und runzelt die Stirn.

Für Erwin Huber sind Rufe nach besser ausgebildeten Schülern nicht neu. Er verweist darauf, dass man an den sinkenden Geburtenzahlen nicht vorbei komme und neue Wege gehen müsse. Einer „Mehr Mädchen in technische Berufe!" Dabei seien aber nicht nur die Unternehmer gefordert, sondern auch die künftigen Bewerberinnen. „Die Frauen", sagt der Minister, „sind da manchmal etwas eng im Blick." Soziale oder künstlerische Berufe seien aller Ehren wert – aber in der Technik liege eine echte Chance. Hans Michelbach wird die Worte von Dietz zum Fachkräftemangel im Kopf mit in den Bundestag nach Berlin nehmen: „Hier sind wir Politiker gefragt."

Um die Jugendlichen von der Flucht in die kleinen und großen Metropolen Bayerns abzuhalten, haben Matthias Dietz und einige Unternehmer aus der „Puppenstadt" (in der kaum noch Puppen hergestellt werden) nun die Eigeninitiative ergriffen: Sie werden in diesem Herbst eine eigene Ausbildungsmesse in der Neustadter Frankenhalle veranstalten. „Eine gute Idee", sagt der aus Neustadt stammende Staatssekretär Jürgen W. Heike und sichert einen Zuschuss aus seinem Zuständigkeitsbereich zu. Gefragt seien, so betont der CSU-Kreisvorsitzende ausdrücklich, aber auch die heimischen Schulen: Sie sollen die Messe besuchen und jungen Menschen die Chancen ihrer Region verdeutlichen.

Und die Pläne von Dietz gehen weit über die Ausbildungsmesse hinaus. Er trägt die Idee eines sich selbst finanzierenden Ausbildungszentrums „Automotive" schon seit langem mit sich herum, kommt damit aber bei den öffentlichen Stellen nicht so recht voran. „Eine Anschubfinanzierung" könnte da entscheidend helfen", sagt Matthias Dietz und schaut dabei hoffungsfroh seinen Sitznachbarn Huber an. Der kann – aber das ist ja schon einmal etwas – dazu nur soviel sagen: "Geben Sie mir die Unterlagen einmal mit, ich schaue mir die Sache an."



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